Vier Köpfe – vier Rollen – eine Crew

Diese Leute haben sich viel vorgenommen: Die Eigentümer der Krafft-Gruppe, zu der heute mehrere gastronomische Betriebe gehören. Da muss das Leitungsteam funktionieren – gegen aussen und gegen innen.

Sabine Auciello, Catherine Leonhardt, Martin Volkart und Franz-Xaver Leonhardt über ihr Verständnis von Führung und Zusammenarbeit. Wer meint, modernes Management sei zwingend eine kalte unpersönliche Sache, kennt die Führungscrew der Krafft Gruppe nicht. Das Zusammenspiel in der vierköpfigen Leitung basiert zwar auf hochprofessioneller Arbeit und immensem Einsatz, doch scheinen der Aspekt der Freundschaft und die Freude am gemeinsamen Tun keine leeren Floskeln, sondern ganz zentral zu sein.

Führen, feiern und aus Fehlern lernen

«Spielregeln» heisst das interne Papier zum Thema Führung, auf das sich die Vier in den Gesprächen über ihr Wirken in der Krafft-Leitung immer wieder beziehen. In dieser gemeinsam erarbeiteten Spielanleitung ist denn auch die Rede von «Spass» haben am Unternehmerischen, von «gerne» führen, von zu teilendem «Erfolg» und gemeinsamem «Feiern». Aber nicht nur.

Unter dem in der Krafft Gruppe allgegenwärtigen Motto «Mensch im Mittelpunkt» steht etwa unverblümt, die Führungscrew solle fair und nicht launisch und ein Vorbild sein. Klarheit und Konsequenz sind ebenso an mehreren Stellen genannt wie der Mut zum Handeln. Und daraus folgt: «aus Fehlern lernen». Etwas, so erinnert sich Catherine Leonhardt, das sie in ihren Anfängen im Krafft Basel schwer beeindruckt hat. Als Chef de Service konnte sie damals von Anfang an mitentscheiden und mitgestalten: «In der Gastronomie ist es weder üblich, dass Frauen so rasch eine gute Position bekommen, noch, dass man so viele Freiheiten hat und auch Fehler machen darf.»

Im Zusammenhang mit ihrer Führungsrolle stellt denn Sabine Auciello auch das Wohlbefinden der Mitarbeitenden ins Zentrum. Für sie ist es sehr wichtig zu spüren, dass die Leute gerne zur Arbeit kommen, auch wenn der Alltag oft anstrengend ist. Als besonders motivierend empfindet sie, wenn auch die Teamleiter die Krafft-Führungsphilosophie «aufsaugen» und weitertragen.